Vorbereitung der Eigenverwaltung

Voraussetzungen

Die Eigenverwaltung bedarf eines gesonderten Antrages im Rahmen der Insolvenzbeantragung. Es dürfen keine Umstände bekannt sein, die erwarten lassen, dass die Anordnung zu Nachteilen für die Gläubiger führen wird. Sofern der Antrag des Schuldners nicht offensichtlich aussichtslos ist, soll das Gericht nach § 270a InsO bereits im Eröffnungsverfahren einen vorläufigen Sachwalter bestellen.
Die Verwaltung nach § 270b InsO – das sogenannte Schutzschirmverfahren – kann beantragt werden, wenn der Schuldner lediglich zahlungsunfähig zu werden droht oder nur überschuldet und die angestrebte Sanierung nicht offensichtlich aussichtslos ist. In diesem Fall bestimmt das Insolvenzgericht auf Antrag des Schuldners eine Frist von maximal drei
Monaten zur Vorlage eines Insolvenzplans. Auch nach § 270b InsO wird ein vorläufiger Sachwalter bestellt.

 

Zu den "normalen" Angaben wie Gläubigeraufstellung und Aufstellung der Höhe der Verbindlichkeiten usw., die Sie bei der Beantragung berücksichtigen müssen, sind bei der Eigenverwaltung noch weitere Voraussetzungen zu schaffen.

Sie müssen  dem Gericht anhand harter Zahlen belegen können, dass Ihr Unternehmen noch zahlungsfähig ist und lediglich eine Zahlungsunfähigkeit droht. Ferner muss Ihrem Unternehmen eine positive Fortführungsprognose bescheinigt werden. Darüberhinaus ist es sinnvoll, die Hauptgläubiger bereits im Vorfeld anzusprechen und deren Bereitschaft auszuloten in einem Gläubigerausschuss mitzuwirken.

 

Sie sehen, es sind eine Menge Aufgaben im Vorfeld zu lösen bei deren Bewältigung ich Sie gerne kompetent unterstütze.