Anordnung der Eigenverwaltung

Aufgaben im Rahmen der Eigenverwaltung

Der halbe Weg ist geschafft. Die vorläufige Eigenverwaltung wurde vom Gericht angeordnet und der vorgeschlagene Sachwalter bestellt. Sie sind jetzt Ihr eigener "Insolvenzverwalter" für Ihr Unternehmer.

Daraus erwachsen aber auch alle Pflichten, die ein vom Gericht bestellter "vorläufiger Insolvenzverwalter" erfüllen müsste.

Das beginnt mit der Einsetzung des vorläufigen Gläubigerausschusses, falls dieser, wie im Schutzschirmverfahren, zwingend erforderlich ist. Die Aufgabe des vorläufigen Gläubigerausschusses besteht darin, den vorläufigen Sachwalter bei der Wahrnehmung seiner Obliegenheiten zu begleiten und darüberhinaus zu unterstützen und zu überwachen. Ferner ist es jetzt an Ihnen, bei der Arbeitsagentur die Insolvenzgeldansprüche für Ihre Mitarbeiter genehmigen zu lassen, um diese möglicherweise durch ein Kreditinstitut vorzufinanzieren.

Eine Inventur muss durchgeführt werden, wobei Aussonderungs- wie auch Absonderungsansprüche zu berücksichtigen sind. Geldeingänge sind auf Globalabtretungen hin zu prüfen und können nicht allesamt zur Fortführungsfinanzierung genutzt werden. Der Sachwalter wird sämtliche Verfügungen, die zu tätigen sind, nachvollziehen und überwachen. Dazu ist er gesetzlich verpflichtet.

Sie sehen selbst, wie aufwändig die Aufgaben sind und welchen Zeitaufwand es bedarf, mit sämtlichen Beteiligten während der gesamten Verfahrensdauer zu kommunizieren und die gesetzlich vorgeschriebenen Gläubigerinformationen, Verzeichnisse, Zwischenberichte und Zwischenrechnungen zu fertigen. Daneben ist auch noch das eigentliche, eröffnete Verfahren zu durchlaufen, wo über den bis dahin zu erarbeitenden Insolvenzplan berichtet und durch die Gläubiger abgestimmt wird.

 

Diese administrativen, insolvenzspezifischen Aufgaben können allesamt durch mein Büro übernommen werden, damit Sie sich weiterhin um das operative Tagesgeschäft  kümmern können.